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Posts mit dem Label "Poem" werden angezeigt.
Poem: Der Stammbaum der Narren Einst hatten die Könige die Macht Und dem Narren gehörte die Lächerlichkeit Die Könige verloren Insignien und Pracht Doch die Narren herrschen in Ewigkeit aus: "Ich habe gewürfelt" Texte 1978 - 2008
Poem: Siegesfeier Es brennen die Strohfeuer lichterloh Und prahlen die Erzählungen mit unseren Taten. Aus all unseren Feigheiten wird froh, Gebärdenreich unterstützt, Mut auf Raten. Fröstelnd wärmen wir uns an unserer Tüchtigkeit, Denn auf die führt man unseren Erfolg zurück. Verdrängt wird dabei die Zeit der Dunkelheit, Wo der Fall verhindert durch das schmale Glück. Jeder mag am glutroten Punsch einmal nippen. Und schnell hat man berauscht, mit glühenden Ohren, Ein Eigenlob mit fauligem Atem auf den Lippen, Sich selbst zum neuen Götzen erkoren. Es brennen die Strohfeuer noch lichterloh Und prahlen die Erzählungen mit unseren Taten. Doch aus dem Augenwinkel sucht man den nächsten Kopf aus Stroh, Der begeistert in Hitze und Brand wird geraten.   aus: "Ich habe gewürfelt"  Texte 1978 - 2008
Poem: YES YOU CAN ja du kannst  stundenlang auf einem Stein sitzen und trotzdem die ganze Welt sehen ja du kannst  mit einem Flugzeug von Ort zu Ort flitzen ohne nur irgend etwas zu verstehen
Poem: Knittel-Krittel-Vers: Möbel Die Deutschen haben ein neues Lieblings-Möbel; Den Runden Tisch. Hier hockt "toutes les peubles"* Und letztendlich is(s)t man weder Fleisch noch Fisch. Quer durch den Gemüsegarten Soll das Eckige sich im Runden verlaufen. So braucht man nicht zu warten Und kann den Weltfrieden bei IKEA kaufen. *im Sinne von "das ganze Volk", reimt sich hier aber nicht :o))
Foto: "Eisspirale" Christian Scheeren, 2010 Digitale Fotografie Poem: Plattdeutsche Ouverture I sch hür ki Minsch mieh Platt kalle/ Un zom Herrjott bähnt kinge mieh/ In Denglish chatten heute we/ Ersatzreligion für alle/ Was hier wächst, wird dorthin verpflanzt/ Was von fern kommt, soll hier gedeihen/ Der gute Garten mag´s verzeihen/ Der schlechte gern zum Teufel tanzt/  
Gemälde: "Gardien de la nuit" Christian Scheeren, 1990 Bleistift, Pastellkreide Nachtwächter Wie Atlas trägt du eine Welt als Last - Ein Gestern, ein Heute, ein Morgen; Dunkel verlaufende Sorgen. Derweil entfaltet  der Raabe seine Pracht Blickt, wie Poes ewig-nächtlicher Gast. "Never, nevermore...", Klingt die Nacht im Ohr.
Gemälde: "Die Schönheit der Tyrannei" Christian Scheeren,2009 Acryl/Porzellanfarben/Collage auf Leinwand Das Mädchen mit dem Ohrring - Vor der Revolution - Napoleon - Das Ende der Revolution - im fahlen Licht der Sonne... Der junge Napoleon und  Das Mädchen mit dem Ohrring In Schönheit eins - Trägt diese Jugend bereits den Keim der  Tyrannei ? Die Erklärung der Menschenrechte war nur der Anfang - Eine  reiche Hoffnung und Ein Traum vom Ideal ... Ein Schritt bis zur blutigen Schlinge... Zur Freiheit am Laternenmast. Zur Gleichheit im Tode. Zur Brüderlichkeit des Schafotts .
Poem: "Am Anfang war ... das Wort?" Wann wenden Buchstabenhaufen sich einer Deutung hin ? Sensei und Taliban Sind Worte, Wie Polizei und Straßenbahn. Trier und Guantanamo Sind Orte, Wie hier und anderswo. Nach wie vielen Feuertaufen ergeben Laute einen Sinn ?
Foto/Poem: Hasenkopf/Letzter Gruß "Hasenkopf auf der Heide" Digitale Fotografie 29.08.2009 Poem: Als letzter Sommergruß Eine Mück` sich ins Zimmer schlich. Sie stach in Hand und Fuß; Es juckte jämmerlich ! Hätte sie gefragt, Ich hätte freiwillig gegeben. Sie saugte unverzagt - So sind Vampire eben ! Da hilft kein Wimmern, Denn eines ist gewiß, Schlimm ist das Erinnern, Nicht der Biss.

"Il Mato oder Katzengold"

Christian Scheeren, 2001 Acryl auf Leinwand 60x80 cm "Stolz Im Glanz Des Goldes Blicke ich ... Auf leere Hände" " Le Fou - Il Mato - Der Narr ist die Tarotkarte Nr. 0. Sie symbolisiert Unbeschwertheit, Sorglosigkeit, Leichtigkeit, Leichtsinnigkeit, Lebendigkeit, Lebenslust, Unbefangenheit ."

"Übermalung --- Revision"

Christian Scheeren, 1999 Pastellkreide auf Ölbild, 40x30cm Auf dem Sperrmüll gefunden Und nur wegen des Rahmens mitgenommen - Eine alpine Landschaft in Öl ... Das Motiv als Kitsch empfunden Übermalt der Zeitgeist Ohne Respekt Die alte Oberfläche ... Mit welchem Recht?